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Montag, 24. November 2008

Death Race

Es ist sehr traurig wenn man den kompletten Plot schon vom Titel ablesen kann, Fight Club hatte schließlich auch mehr zu bieten als stupides kloppen. Aber in diesem Fall beschreiben zwei Worte den gesamten Film. 
Bei Death Race handelt es sich um ein Remake des 1975 von Roger Corman produzierten Films Frankensteins Todesrennen. Dieser war zwar genauso sinnfrei wie seine Neuauflage, man konnte ihm aber nicht ein gewisse Orginalität und Selbstironie absprechen. 

Ein ehrlicher, hart arbeitender Stahlarbeiter (und damit jederman merkt, dass er eben dieser ist, wird das in den ersten 10 Minuten auch von seinen Kollegen und seiner Ehefrau oft genug erwähnt) wird zu unrecht angeklagt und muss ins Gefängnis. Um seiner neuen Wohnsituation zu entfliehen muss er Autorennen fahren, bei welchen er kräftig Gefangene wegschnetzeln darf. Die Dialoge sind so geistreich wie mein letztes Gespräch mit der Telekom-Servicehotline, und der Film besitzt eine ähnliche Dramaturgie. Am Ende versucht uns der Film auch noch belehren und so greift er genau seine Zielgruppe an, nämlich jene die wegen Blut und Titten ins Kino gehen. Böse, böse Menschen...

Es gibt zwei Arten von Trashfilmen: solche die wissen dass sie nicht gerade einen Oscar gewinnen werden und dies mit einen Augenzwinkern hinnehmen. Und solche die beleidigt sind, dass sie einfach so übergangen wurden. Death Race gehört zu letzteren, genau deswegen kann man eigentlich niemanden diesen Film empfehlen. Wenn man sich schon eine haarstreubende Story mit übertriebener Gewaltdarstellung anschauen will, dann doch bitte Shoot 'em Up.

Freitag, 14. November 2008

Se(h/e)krank im Kino

Mit der Entwicklung neuer Digitaler Chips hat das HD-Format schleichend Einzug gehalten. Spätestens mit Star Wars: Episode 2, wurde im Jahr 2002 der Beweis erbracht, dass die Zukunft in der digitalen Technologie liegt. 
Im Jahr 2008 haben sich diese Kameras stark verändert, sie sind leichter geworden und auch billiger. Der Prosumer- und Consumerbereich freut sich, endlich können auch wieder Lowbudget bzw. Privatfilme ins Kino. 
Professionelle Kameramänner freuen sich ebenfalls, endlich ist das ''frei Hand'' filmen möglich, der so genannte ''Reportagestil'' greift um sich. Er vermittelt den Zuschauer das Gefühl direkt im Geschehen zu sein. Leider mischt sich ein anderes Gefühl bei einigen Zuschauer hinzu, Übelkeit, das ständige Auf und Ab der Kamera verursacht eine Art Seekrankheit.
Entfällt nun der obligatorische Starbucksbesuch vor dem Kino? Studien haben ergeben dass der Genuss von Kaffee Seekrankheit fördert.
Auch auf den, gerne vor den Kino verzerrten Hamburger, wird man wohl verzichten müssen. Das im Hamburger enthaltene Fleisch ist, wie jedes Fleisch, histaminproduzierend. Histamin ist ein biogenes Amin und entsteht durch den bakteriellen Abbau der Aminosäure Histidin, diese findet sich in leicht verderblichen, eiweishaltigen Lebensmitteln. Ein zu hoher Histaminspiegel führt zu Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Vitamin C scheint Histamin im Körper zu binden. 
Für mich ergib sich daraus eine klare Schlussfolgerung nie ohne Zitrusfrüchte ins Kino, leider ist das mitbringen von Lebensmitteln in den meisten Kinos untersagt. Soll ich mich nun mit Übelkeit im Kino plagen, oder mich doch lieber vor meinen FullHD 30'' Plasmafernseher setzten und mit feinsten Heimkino-surround Sound sowie einer Obstschale die aktuelle BluRay Neuerscheinung geniessen?