Montag, 24. November 2008

Death Race

Es ist sehr traurig wenn man den kompletten Plot schon vom Titel ablesen kann, Fight Club hatte schließlich auch mehr zu bieten als stupides kloppen. Aber in diesem Fall beschreiben zwei Worte den gesamten Film. 
Bei Death Race handelt es sich um ein Remake des 1975 von Roger Corman produzierten Films Frankensteins Todesrennen. Dieser war zwar genauso sinnfrei wie seine Neuauflage, man konnte ihm aber nicht ein gewisse Orginalität und Selbstironie absprechen. 

Ein ehrlicher, hart arbeitender Stahlarbeiter (und damit jederman merkt, dass er eben dieser ist, wird das in den ersten 10 Minuten auch von seinen Kollegen und seiner Ehefrau oft genug erwähnt) wird zu unrecht angeklagt und muss ins Gefängnis. Um seiner neuen Wohnsituation zu entfliehen muss er Autorennen fahren, bei welchen er kräftig Gefangene wegschnetzeln darf. Die Dialoge sind so geistreich wie mein letztes Gespräch mit der Telekom-Servicehotline, und der Film besitzt eine ähnliche Dramaturgie. Am Ende versucht uns der Film auch noch belehren und so greift er genau seine Zielgruppe an, nämlich jene die wegen Blut und Titten ins Kino gehen. Böse, böse Menschen...

Es gibt zwei Arten von Trashfilmen: solche die wissen dass sie nicht gerade einen Oscar gewinnen werden und dies mit einen Augenzwinkern hinnehmen. Und solche die beleidigt sind, dass sie einfach so übergangen wurden. Death Race gehört zu letzteren, genau deswegen kann man eigentlich niemanden diesen Film empfehlen. Wenn man sich schon eine haarstreubende Story mit übertriebener Gewaltdarstellung anschauen will, dann doch bitte Shoot 'em Up.

1 Kommentar:

Aufklärungsdienst hat gesagt…

Der Film ist so grottenschlecht!
Und im original gabs Punkte für tote Pssanten!